Wussten Sie schon, dass

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... Energieberater mit einer Entspannung des Modernisierungsstaus rechnen? Die Heizkosten sind im letzten Jahr für Mieter und Eigenheimbesitzer im Durchschnitt um 25 Prozent  im Vergleich zu 2009 angestiegen. Davon geht der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU) aus. Ursachen für den extremen Anstieg sind laut dem Energieberaterverband die häufigen kalten Wintertage im Kalenderjahr 2010 und die gestiegenen Energiepreise, beispielsweise für Gas und Öl. Die deutschen Energieberater erwarten daraufhin eine deutliche Ausweitung der Sanierungsmaßnahmen. „Wer seine Energiekosten dauerhaft reduzieren will, muss sein Eigenheim energetisch sanieren. Der Energieverbrauch älterer Häuser lässt sich oft mit einfachen Maßnahmen, wie dem Austausch der Heizungsanlage, schon um bis zu 30 Prozent reduzieren“, erklärt EVEU-Geschäftsführer Franz Sedlmeier. „Jetzt zu handeln ist der einzige Weg, um dem Heizkosten-und Energiepreisschock entgegenzuwirken“, so Sedlmeier. Laut Energieberaterverband sprechen zudem weitere Gründe dafür, dass Hausbesitzer in den kommenden Monaten handeln und die Branche auf einen regelrechten Andrang auf Sanierungsmaßnahmen hoffen kann. „Die steigenden Energiepreise und die kalten Winter verkürzen die eh schon überschaubaren Amortisationszeiten von Sanierungsmaßnahmen noch einmal drastisch. Das ist aber nur ein Faktor. Darüber hinaus gibt die Förderbank KfW seit 1. März wieder Zuschüsse für einzelne energieeffiziente Sanierungen an Wohnhäusern. Und vor allem: Die Hausbesitzer trauen sich nach Jahren zögerlichen Abwartens durch die Finanz- und Wirtschaftskrise endlich wieder an Investitionen heran“, weiß Franz Sedlmeier. Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater geht daher von einer leichten Entspannung des Modernisierungsstaus in den kommenden Monaten aus.

... Kunststoff Strom in Wärme umformen kann?
Eine sehr feine Kunststoffschicht kann aus Wärme elektrischen Strom erzeugen. Schwedische Materialforscher bearbeiteten dazu ein sogenanntes Polyethylenthiophen (PEDOT) mit einer eisenhaltigen Lösung. Bereits Temperaturunterschiede von 30 Grad waren ausreichend für den Kunststoff, um genügend Strom für Sensoren und kleine Schaltkreise bereitzustellen.  Mit der Plastikschicht, die von Forschern in dem Fachmagazin „Nature Materials“ vorgestellt wurde, ist nun ein neues Material aus der Klasse der Thermoelektrika verfügbar. In Zukunft sollen diese Werkstoffe unter anderem die Wärme des Autoauspuffs zur Stromerzeugung nutzen, dadurch könne der Bedarf an Treibstoff gesenkt werden. Die Grundlage für diese Entdeckung sind Kunststoffe, die in der Lage sind, elektrischen Strom zu leiten. Den Chemikern um Xavier Crispin an der Universität Linköping gelang die Sensation.

... Gebäudesanierungen stärker gefördert werden?
Laut der Bundeskanzlerin Angela Merkel soll das existierende, in der Vergangenheit erfolgreiche und stets ausgeschöpfte Gebäudesanierungsprogramm weiter ausgebaut werden. So soll der CO-2-Ausstoß bei Immobilien bis 2050 um 80 Prozent gesenkt werden. Die derzeitigen Fördermittel in Höhe von 500 Millionen Euro (zuvor ca. 2 Mrd. Euro) werden durch die KfW-Bankengruppe als Zuschüsse oder zinsverbilligte Darlehen an Hausbesitzer ausgegeben und lösten bereits das Achtfache an Investitionen aus. Auch mit dem Reformentwurf des Mietrechts, nach dem Mieter im Falle von Sanierungen zur Energieeinsparung drei Monate lang die Miete nicht mehr mindern dürfen, sollen Investitionsanreize im Bereich der Gebäudesanierung schaffen. Für die Erreichung der angestrebten Klimaziele fordern Experten eine deutliche Anhebung der Fördermittel (bis zu 5 Mrd. jährlich). Die Bundestagsabgeordnete Petra Müller fordert zudem die Sanierung von Wohnquartieren zu fokussieren, um so die Förderung effizienter zu gestalten. ... das Luft/Wasser-Wärmepumpen im Trend liegen? Laut dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V. gab es für 2010 einen leichten Rückgang der Absatzzahlen. Der Markt hat sich gleichzeitig über der 50.000-Stück-Marke stabilisiert. Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen liegen im Trend. Ihre Anzahl liegt 2010 erstmals über den erdgekoppelten Wärmepumpen. Der gesamte Absatz teilt sich in 26.500 Luft-Geräte mit einem Anteil von 52 Prozent, während die 24.500 erdgekoppelten Anlagen 48 Prozent des Wärmepumpen-Absatzes ausmachen. Neben der in 2010 anhaltend schlechten Wirtschaftslage und den niedrigen Öl- und Gaspreisen schlägt sich in den aktuellen Marktzahlen auch die unglückliche Förderpolitik der Bundesregierung nieder. Luft-Geräte verzeichneten entgegen dem Trend einen Zuwachs von neun Prozent zum Vorjahreswert von 24.400 Geräten. Steigende Preise für Öl und Gas werden den Wärmepumpenabsatz in 2011 ankurbeln.

... steuerliche Abschreibungen einen Modernisierungsschub bringen?
Angespornt durch das von der Bundesregierung vorgelegte Sechs-Punkte-Programm für die Energiewende, präsentierten  Verbände der Energie- und Heizungswirtschaft ein Gutachten zur Wirksamkeit steuerlicher Abschreibungen bei der Modernisierung von Heizungsanlagen. Laut dem Sprecher der Verbandsinitiative, Prof. Christian Küchen, hat der Modernisierungsanreiz der steuerlichen Abschreibungen neben ökologischen Aspekten auch wesentliche wirtschaftliche Vorteile zu bieten. So könne durch eine effiziente Heiztechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien der Energieverbrauch drastisch gesenkt werden. Küchen betont, dass ein solches Anreizprogramm zu einem bedeutenden Anstieg der jährlich erneuerten Heizungsanlagen führen (von heute 438.000 auf 698.000 in 2021) und dem Staat zu steuerlichen Mehreinnahmen in Milliardenhöhe (4 Mrd. Euro) verhelfen kann. Darüber hinaus könne ein solches Anreizprogramm bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze im Handwerk und in der Industrie schaffen. Eine wesentliche Voraussetzung für die Realisierung der mit einem solchen Programm verbundenen positiven Effekte ist laut Küchen eine schnelle politische Umsetzung des Vorhabens.

... die EU-Kommission CO2 besteuern will?
In Rahmen der Revision der EU-Energiesteuerrichtline hat die Kommission vorgeschlagen, die Mindeststeuersätze für Energieträger künftig auf Basis des CO2-Ausstoßes  zu berechnen. Von dieser Regelung würden emissionsärmere Energieträger wie Erdgas profitieren, Diesel würde aufgrund seiner höheren CO2-Emission  stärker besteuert werden. Umweltverbände begrüßten den Vorschlag. Das Forum Ökologisch-Soziale-Marktwirtschaft (FÖS) sieht darin einen Anreiz für Investitionen in effiziente Technologien und erneuerbare Energien und fordert die Bundesregierung auf, den Kommissionsvorschlag zu unterstützen. Der Umweltdachverband Europäisches Umweltbüro (EEB) begrüßte den Vorschlag ebenfalls. Wenn die Mindeststeuersätze hoch genug angesetzt würden, könne die Richtlinie einen wertvollen Beitrag zur Klimapolitik leisten und eine Emissionsverringerung um 30 Prozent bis 2020 leicht erreichbar machen, so der Umweltverband. Ob die geforderte Einstimmigkeit beim EU-Ministerrat zustande kommt, bleibt fraglich, da Großbritannien angeblich plant, gegen die Richtlinie zu stimmen.

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